Montag, 1. Dezember 2008

whatever may

(der artikel wurde von mir ursprünglich in einem anderen blog veröffentlicht, welchen ich jedoch eingestellt habe. Datum: 21. Oktober 2008.
Ich musste den Artikel etwas kürzen, da bestimmte passagen unter den gegebenen umständen nicht mehr gelten.)

also, hier sitze ich nun, gehe meinem neuesten laster nach, für das ich dich noch vor einem halben jahr scharf angefaucht hab, doch jetzt weiß ich es zu schätzen. vor allem die streichhölzer, die mir kurz zuvor ein netter kerl gegeben hat, den ich nicht mal kannte, aber den ich nach feuer gefragt hab um meine miserabel gedrehte kippe (6 mm filter -.-) anzuzünden.und noch weiter davor kam der film im kino, von dem ich so lange gehofft hab er würde kommen, und ja, er kam! wie vor ein paar wochen, als du auch nicht dabei warst, und gemeint hast, du bringst mich um wenn genau jetzt dieser film in der preview kommen würde, und - hey - genau der film kam. so wie jetzt. ich bin dir über alles dankbar, aber ich schweife vielleicht viel zu weit ab. genug, die ungelenkten gedanken in mir nehmen schon wieder bedrohliche ausmaße an, was es mir unmöglich macht...

ich würde gerne mit schiller sprechen, oder von goethe lernen, um zu lernen, wie es ist, genial zu sein. oder ein plausch mit einstein, newton und platon. natürlich komplett unnötig, man bedenke, ich bin ein teil der "jugend", wie es heute heißt, und aus meiner "geistlosigkeit" resultiert unmittelbar, dass sich sowieso niemand dafür interressiert was ich zu sagen hab. zudem hat sich die "gesellschaft" heutzutage (man entschuldige mein gemurre über diese menschen während ich mich beschwere, dass sie sich über mich beschweren) ohnehin von uns gelöst, sie leben für sich und wir entwickeln uns simultan, sozusagen als parallelgesellschaft.doch das ist nicht weiter schlimm, denn so ist es mir möglich zu schreiben ohne vom müll und dreck dieser junkgesellschaft unnötig belastet zu werden.doch nicht ganz, werde ich doch maßgeblich - wie jeder mensch - von bestimmten faktoren beeinflusst. zum einen diese verdammten alten säcke (ich bitte vielmals um entschuldigung), die ich vorerst zur genüge beschrieben habe, und zum einen die genialen geister dieser und unzähliger vorangegangener generationen, zu denen ich mich so gern zählen würde. denn im gegensatz zu diesem kram mit dem sich "die anderen" vollpumpen ist genialität unvergänglich und kennt grenzen der zeit und des vergessens - des vergessen werdens, vor dem ich mich am meisten fürchte - nicht, sofern sie es geschafft hat, aus den köpfen derjenigen, die sie in sich tragen in die köpfe derjenigen, die sich an sie zu erinnern vermögen, zu gelangen. egal wie.angefangen bei den philosophen der griechischen antike, welche es vermochten, die naturwissenschaften der heutigen zeit und die verworrenheit der gesellschaften, welcher es heutzutage in unglaublich wiederwärtiger art und weise aufzutreten beliebt, rein hypothetisch und theoretisch vorrauszusagen, bis hin zu den künstlern und koryphäen der heutigen zeit. halten wir kurz inne bevor ich diesen gedanken weiter ausführe. nicht zuletzt da das euphorische gefühl des letzten nikotinschubes langsam abebbt, doch größtenteils, da ich mich wieder sammeln möchte, sodass meine gedanken wieder über meine finger fließen und mir von, in verschieden farbmustern aufleuchtenden, "lucid crystals" in meinem monitor angezeigt werden können. bitte entschuldigt diese blumige sprache, doch es musste sein...

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an dieser stelle möchte ich noch einmal diesem kerl vom bahnhof danken, der mir die streichhölzer gegeben hat, ohne die mein aktuelles erzeugnis ohne wirkung und funktion geblieben wäre.doch zurück zu den menschen von denen ich zuletzt gesprochen habe. gerade im moment dürfte es wohl am offestichtlichsten aaron lewis sein, der mich beeinflusst, ein unbekanntes und bei vielen auch zu unrecht verkanntes genie der heutigen zeit. er versteht es, in seiner musik, die ich im letzter zeit fast ausschließlich höre, die ereignisse in seiner schweren jugend und in seinem bisherigen leben auf eine fast unheimlich direkte und anschauliche weise zu verarbeiten.man könnte meinen seine leiden anfassen zu können, so direkt und unverblümt stehen sie im raum, zumal die thematik der lieder jeden erfasst und jedem bekannt ist. desweiteren wird aus seinen werken (ja, ich nenne seine "songs" ganz bewusst "werke", da andere bezeichnungen seinem schaffen kaum gerecht werden können) ersichtlich, wie er gelernt hat mit seinen, teils erheblichen, problemen zu leben und sie zu akzeptieren, und das in so leicht verständlicher weise, dass es mir immer wieder hilft und mich wieder aufrichtet, wenn ich seine songs (jaja, ich weiß...) anhöre.Wen es interressiert, seine band heißt "Staind", ein blick in youtube dürfte seine wichtigsten werke zutagefördern, am meisten beeindrucken mich "For You", "Outside", "So far away", "It's been Awhile" und - last but not least - "Falling".doch genug der schwärmerei, vielleicht ist es an der zeit zu dem eigentlichen thema dieses eintrags zurückzukommen, ich hoffe du nimmst es mir nicht übel.

1 Kommentar:

bambi hat gesagt…

Der Aufzug des Artikels ist äußerst gelungen, diese subtile Einführung in Briefform, unschuldig wirkende Schilderung einer Alltagssituation, welche ein paar zornige Zeilen umschließt - heißer scheiss!