Ich habe die ehre mein nunmehr siebtes schuljahr auf dieser schule bestreiten zu dürfen, und ich bin von jahr zu jahr entsetzter.
angefangen bei konservativen unterrichtsmethoden, die genausogut auch aus den autoritären anfängen der 60er jahre stammen könnten, bis hin zu einer schier endlos dekandenten schulleitung, die schon ihre kleinsten in der mittagspause unter ständiger observierung einsperrt, nur um sich etwas arbeit zu ersparen.
Wir haben den konservativsten möglichen musikunterricht und warten mit einem genauso mittelalterlich anmutenden angebot an musik-ags auf. "moderne" freidenker, anhänger zeitgenössischer musik, und das heißt an dieser bildungseinrichtung alles, angefangen mit jazz und blues, was nicht nach jahrhundertelanger stagnation riecht, werden allenfalls mit gelegentlichem kopfschütteln bedacht, wenn nicht ganz ignoriert. Und das, wo doch in unserer zeit kein medium so erfolgreich ist und so viel einfluss auf die menschen ausübt wie die musik. von den heutigen zusammenhängen in musik und den dazugehörigen branchen hat ein schüler dieser traditionellen hochburg genauso viel ahnung wie etwa ein wal vom fliegen.
stattdessen deutet man hier im musikunterricht die von leiche xy vertonten passagen des bollwerks gegen freies denken, selbstverständlich und im konsens zu text und musik, nach festgelegten interpretationsmustern, damit auch ja niemand auf eigene gedanken kommt.
doch zum glück gibt es noch andere arten von kunst, mit denen man sich beschäftigen kann. wenn es denn nur so wäre. nach einem jahr, welches den bildenden künsten komplett entbehrt, beginnt für die kunstinteressierte schülerschaft eine wahre erlösung von der eintönigkeit des schulalltags. und zwar mit genau einer stunde BK pro woche, welche gerade dazu taugt seine materialien zu sammeln, seine ideen zu ordnen, und sogleich wieder einzupacken, da die knappe dreiviertelstunde sich schon wieder ihrem ende neigt. wenn man dann endlich etwas zustande gebracht hat, was aufgrund von zeitmangel während der schule in 95% der fälle in freizeitfressender heimarbeit stattfindet, wird nach trockenen, starren gesichtspunkten benotet. sind die linien gerade gezogen, die farben akkurat aufgetragen oder scheint etwa noch irgendwo eine bleistiftlinie durch? kretivität und ausdruck des bildes sind da erstmal zweitrangig. kein wunder dass man in dieser gegend so stolz ist auf kunst vergangener zeiten wie die des barocks. wenn das verhältnis der menschen zu kunst und kultur bereits in frühen jahren so einschlägig geprägt wird, gleicht der wunsch oder gar der gedanke daran, mehr zeit und arbeit in selbige zu investieren, hahnebüchener zeitverschwendung. Dann kommt selbstverständlich auch nichts erwähnenswertes nach, da kann man noch so viel über reformierung des schulsystems und modernisierung des lehrplans diskutieren. da bleiben am ende mal wieder alle worte schall und rauch und unsere kreativität kommt wie eh und je vor ihren alten henker konservatismus.
vorerst ist hier schluss. fortsetzung folgt.
Freitag, 23. Januar 2009
Dienstag, 13. Januar 2009
verquere welt
ich bin schon wiederlich.
eigentlich wartet ein gigantischer haufen schulkram darauf erledigt zu werden, jedoch kann ich mich mal wieder zu nichts aufraffen. stattdessen sitze ich hier und schreibe wirre worte, vom jetlag aufgeputscht und von meinem alltag, in den ich mit gefühlter lichtgeschwindigkeit zurückgeglitten bin, mehr als verwirrt.
irgendetwas hat sich verändert, dieses überwältigende gefühl der totalen untergebenheit, welches bei meiner abreise noch tonnenschwer auf meinen schultern lastete, will sich jetzt nicht mehr einstellen. ich fürchte beinahe schon, dass ich das, was mir am meisten bedeutet, irgendwo verloren habe, irgendwo, mehr als zehntausend kilometer von dir getrennt. dort hat jeder meiner gedanken dir gehört und diese süße qual, dieses wüten gegen die ungerechtigkeit schnitt immer tiefer in mein fleisch. doch nun, da ich wieder hier bin, finde ich keinen schmerz, keine wut, noch nicht einmal mehr narben. ich bin glücklich, soweit ich dass beurteilen kann, doch das darf ich nicht. Das steht mir nicht zu. noch nicht. nicht solange wir immernoch getrennt sind. ich möchte dich bei mir haben, dich umarmen, dich küssen und mit dir in meinen armen einschlafen. das darf der einzige schlaf sein der mir vergönnt ist. ich bin eitel geworden, eitel und überheblich, und ich schäme mich dafür. ich weiß, wie du dich gerne gibst, doch ich weiß auch, wie du wirklich bist. doch ich habe vergessen wer ich bin. der schmerz ist wieder da, die wut auch. und dieses unglaubliche verlangen, dich bei mir zu haben. ich finde keine worte, schreibe nur gestammel vor mich hin, habe angst. etwas, das zu lange in mir eingeschlossen war, bricht nun plötzlich aus mir heraus und verlangt nach dir. ich lege mich nun besser hin und versuche zu schlafen. möge ich die nacht ohne dich überstehen. amen.
eigentlich wartet ein gigantischer haufen schulkram darauf erledigt zu werden, jedoch kann ich mich mal wieder zu nichts aufraffen. stattdessen sitze ich hier und schreibe wirre worte, vom jetlag aufgeputscht und von meinem alltag, in den ich mit gefühlter lichtgeschwindigkeit zurückgeglitten bin, mehr als verwirrt.
irgendetwas hat sich verändert, dieses überwältigende gefühl der totalen untergebenheit, welches bei meiner abreise noch tonnenschwer auf meinen schultern lastete, will sich jetzt nicht mehr einstellen. ich fürchte beinahe schon, dass ich das, was mir am meisten bedeutet, irgendwo verloren habe, irgendwo, mehr als zehntausend kilometer von dir getrennt. dort hat jeder meiner gedanken dir gehört und diese süße qual, dieses wüten gegen die ungerechtigkeit schnitt immer tiefer in mein fleisch. doch nun, da ich wieder hier bin, finde ich keinen schmerz, keine wut, noch nicht einmal mehr narben. ich bin glücklich, soweit ich dass beurteilen kann, doch das darf ich nicht. Das steht mir nicht zu. noch nicht. nicht solange wir immernoch getrennt sind. ich möchte dich bei mir haben, dich umarmen, dich küssen und mit dir in meinen armen einschlafen. das darf der einzige schlaf sein der mir vergönnt ist. ich bin eitel geworden, eitel und überheblich, und ich schäme mich dafür. ich weiß, wie du dich gerne gibst, doch ich weiß auch, wie du wirklich bist. doch ich habe vergessen wer ich bin. der schmerz ist wieder da, die wut auch. und dieses unglaubliche verlangen, dich bei mir zu haben. ich finde keine worte, schreibe nur gestammel vor mich hin, habe angst. etwas, das zu lange in mir eingeschlossen war, bricht nun plötzlich aus mir heraus und verlangt nach dir. ich lege mich nun besser hin und versuche zu schlafen. möge ich die nacht ohne dich überstehen. amen.
Abonnieren
Kommentare (Atom)
